Es könnte voll werden im Fediversum

  
Noch ist nicht viel passiert. Bislang hat eigentlich nur eine Vorhut an Usern das sinkende Schiff von GooglePlus verlassen. Ansonsten wird da fast noch so viel gepostet wie früher. Das große Erwachen und hektische Neuorientieren der großen Usermasse von GooglePlus kommt also erst im Sommer 2019, wenn das Netzwerk tatsächlich zu macht.

Doch es könnte noch viel dicker kommen. In genauem Licht besehen, beginnt auch Facebook zu straucheln. Es gibt nüchterne Zahlen, die längst darauf hindeuten, dass dem blauen Netzwerkgiganten immer mehr Vertrauen wegbricht, sowohl bei Werbekunden als auch bei den eigenen Mitarbeitern. Wenn sich das fortsetzt, könnte Facebook schon bald kollabieren, und zwei Milliarden User würden hilflos im Internet herumstehen, auf der Suche nach Neuorientierung ...

  Kommentar: Facebooks Krise geht ans Fundament

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Facebook ereilt ein Skandal nach dem anderen. Behörden und Parlamente wachen auf, manch User zieht weiter. Die größte Gefahr kommt aber aus einer anderen Ecke.
  
Die Stellung von Facebook, Inc. ist ungebrochen, wenn man sich überlegt das WhatsAPP und Instragram weiter an Bedeutung zugenommen haben.

Auch das Prinzip wie die Big Five ihr Geld machen ist momentan noch nicht im geringsten in Gefahr.

Die Kritik konzentriert sich immer auf FB dabei sind Twitter und Google und all die anderen mindestens genau so übel unterwegs – wir sitzen ganz schön in der Scheiße.

Die in dem Artikel heuchelnden Werbewirtschaft, und alle Anderen die etwas Verkaufen wollen setzen von Tag zu Tag mehr auf Tracking, und das am liebsten online da wo es am effektivsten ist.

Alle geht in Richtung Tracking wie z.B. auch von crowdtangle angeboten - eine Firma über die man nichts weiß, über die es keine WikiPediaeintrag gibt die aber seit zwei Jahren Teil von Facebook, Inc. ist https://www.crowdtangle
  
@Kristian Köhntopp Ich glaube nicht, dass sich "Social" auf dem absteigenden Ast befindet. Die Menschen bleiben kommunikationsbedürftig, und die meisten haben einfacheren Internetzugang als je zuvor. Einige zentrale Plattformen werden sich vermutlich halten (Twitter scheint mir dazuzugehören, weil dort die ganzen Promis und die ganze Medienintelligenz ist, auch Instagramm, weil es ein Hobby&Themenportal ist, und vielleicht auch die beruflichen Netzwerke wie Xing oder LinkedIn, weil sie sich im Karrierebereich einfach gut etabliert haben). Es gibt und gab aber immer auch Netzwerke, die trotz Erfolg irgendwann den Bach runter gingen - wie WerKenntWen, StudiVZ oder MySpace. GooglePlus scheitert an den überzogenen Vorstellungen seines Betreibers, und Facebook könnte an seinem Größenwahn zerbrechen. Aus meiner derzeitigen Sicht hoffe ich, dass dies unter anderem auch zu einer Widerbelebung des offenen Web führt. Egal ob dezentrale Netzwerke wie hier, oder auch klassische Blogs oder web-basierte Community-Foren. Sie alle könnten davon profitieren, wenn menschliche Energie, die bislang in GooglePlus oder Facebook "gebunden" war, frei wird.
 
Bei #GooglePlus war ich auch mal. Das habe ich dann gelöscht, nachdem ich bei den vier unterschiedlichen Bildverwaltungen nicht mehr durchgestiegen bin (Picasa, Google+ Fotos, Google Fotos und dieses Dingens mit den Fotos auf den Karten. Weiß gar nicht mehr, wie das hiess). Mich hatte das mit den Kreisen schwer beeindruckt :-)
Im Moment beunruhigt mich zunehmend das US-amerikanische Zensurverhalten. Das Internet ist Global und die Moralvorstellungen überall unterschiedlich. In den USA darf man keine Frauenbrüste posten, in Saudi Arabien wahrscheinlich noch nicht mal Frauengesichter. Und jetzt sollen bei Facebook auch noch Texte zensiert werden. Das macht mir Angst. Vor Allem vor dem Hintergrund der immer besser werdenden KI. Genau so, wie mir das mit den Wohlverhaltenspunkten in China Angst macht. Wer entscheidet so etwas? Was ist mit der Vielfalt der Menschen?